Crambambuli
Lied
Story
 

Die Schreibweise des jahrhundertealten Wortes "Crambambuli" ist je nach  Region verschieden. Sowohl "C" als auch "K" als auch "G" im Anlaut kommen vor. Man kann sogar eine Schreibweise mit G und P, also "Grampampuli" finden. Auch "Krampampeli" wurde schon gesehen. Die Herkunft des Wortes kann man bis ins Mittelhochdeutsche zurückverfolgen.

Der Dichter Koromandel hat bereits im Jahre 1745 mit seinem gleichnamigen Lied den Crambambuli in 102 Versen gepriesen. Bei der Frage, was Crambambuli hierin eigentlich war, kann man aus Strophe Nr. 49 schließen, dass es ein Schnapsgetränk gewesen sein muss. Einen Hinweis, dass es sich um Wachholderschnaps handelt, findet man in Strophe Nr. 18. Beim Lesen von Strophe 38 denkt man schon eher an das, was man jetzt unter Feuerzangenbowle versteht.

Das Lied "Crambambuli" wurde und wird heute in diversen abgewandelten Versionen zu einer Volksweise von studentischen Kreisen bei ihren geselligen Treffen gesungen. Bereits seit dem   19. Jahrhundert werden die Zusammenkünfte der Burschenschaftsstudenten gerne als "Crambambuli" in deren Terminplänen notiert.

Crambambuli spielt auch eine wesentliche Rolle in der berühmten Erzählung der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner Eschenbach. Sie gab ihrer Story  (1885) und dem in dieser Story vorkommenden Hund den Namen Crambambuli nach dem gleichnamigen Getränk. Die Story wurde mehrmals erfolgreich verfilmt und gilt als die beste Hundestory in deutscher Sprache.

Heute findet das wohklingende Wort "Crambambuli" als Name für Hunde, Hundeschulen, Glühweine, Liköre, Bowlen, Schnäpse, Kneipen, Hotels und  Restaurants Verwendung und kann außerdem in vielerlei anderen Bedeutungen angetroffen werden.










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